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Siemens AG Österreich



Siemens stattet in Sofia neue U-Bahnlinie mit Zügen und Bahnautomatisierung aus


•    20 U-Bahnen sowie Zugbeeinflussungssystem
•    Neue Linie soll 2019 Betrieb aufnehmen
•    Auftragswert rund 140 Millionen Euro
•    Fertigung der Wagenkästen im Siemens-Werk Wien Simmering
•    Drehgestelle kommen aus dem Siemens-Werk in Graz

 

Die Konsortialpartner Siemens und der polnische Hersteller Newag haben von der Metropolitan EAD als Betreiber der U-Bahn Sofias einen Auftrag zur Ausstattung der neuen U-Bahnlinie 3 für die bulgarische Hauptstadt erhalten. Der Auftrag im Wert von rund 140 Millionen Euro umfasst die Lieferung von 20 U-Bahnen vom Typ Inspiro sowie das automatische Zugsicherungssystem Trainguard MT ein, das mittels Funktechnologie (Communications-Based Train Control, CBTC) einen automatischen Betrieb ermöglicht. Der Vertrag schließt eine Option über weitere zehn Fahrzeuge und das Automatisierungssystem ein. Die Wagenkästen der Inspiro-Züge werden im Siemens-Werk in Wien Simmering hergestellt. Die Drehgestelle kommen aus dem Siemens-Werk in Graz. Die Endmontage, der Fabrikprüfungstest und die statische Inbetriebnahmen der Züge finden im Newag-Werk in Nowy Sacz, Polen statt. Die Linie soll 2019 in Betrieb gehen.


„Mit Sofia setzt eine weitere europäische Hauptstadt auf Nahverkehrsfahrzeuge und Bahnautomatisierung von Siemens. Insbesondere der innerstädtische Nahverkehr muss einem ständig zunehmenden Bedarf gerecht werden. Dafür haben wir Züge und Streckenausrüstung entwickelt, die hohe Beförderungsleistungen bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten sicherstellen“, sagte Jochen Eickholt, CEO der Siemens Division Mobility.


Die Hauptstadt Bulgariens platzt förmlich aus allen Nähten. Die innerstädtischen Verkehrsnetze müssen den stetig wachsenden Anforderungen gerecht werden. Entlastung sollen vor allem unterirdische Bauten bringen, die derzeit realisiert werden. Ein Projekt ist der Bau einer neuen Metrolinie, der im Jahr 2011 beschlossen wurde. Die neue dritte Linie wird eine Ost-West-Verbindung schaffen, 18 Kilometer lang sein und über 18 Stationen verfügen und sowohl überirdisch als auch unterirdisch verlaufen. Die Finanzierung des Projektes wird mit 70 Prozent durch das Programm „Transport and Transport Infrastructure“ der Europäischen Union und mit 30 Prozent kommunal gewährleistet.


Der jetzige Auftrag gehört zur ersten Phase dieses Bauvorhabens, das die ersten acht Kilometer und acht Stationen umfasst. Zum Lieferumfang des Konsortiums gehören neben dem automatischen Zugbeeinflussungssystem (Fahrzeug- und streckenseitige- Ausrüstung), das Stellwerk vom Typ Trackguard, das automatische Zugüberwachungssystem vom Typ Controlguide OCS, das Sprechfunk- und Datenübertragungssystem, das Scada-System (Supervisory Control and Data Acquisition System), das streckenseitige digitales Kommunikationsnetz (OTN, Open Transport Network) sowie halbhohe Bahnsteigtüren für die Stationen.


Das U-Bahnnetz wird nach seiner Fertigstellung unter dem Stadtzentrum von Sofia mit den drei U-Bahnlinien ein Dreieck bilden, so dass jede Haltestelle einer der anderen Linien mit nur einem Umstieg erreicht werden kann.

 

 

Weitere Informationen: www.siemens.at

 

03.2016/CP