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Neues Fördersystem für mehr Güterverlagerung auf die Schiene vorgestellt

Jährliche Förderung von 100 Mio. Euro wird neu ausgerichtet - Reform bringt 100.000 Lkw-Fahrten zusätzlich auf die Schiene


Ziel des Europäischen Weißbuchs für den Transport ist u.a. eine substantielle Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

 

Österreich kann von einem relativ hohen Marktanteil der Schiene ausgehen und strebt im Sinne einer vernünftigen Verkehrspolitik eine weitere Steigerung an.

 

Neues Fördersystem vorgestellt 

(Auszug aus der Presseunterlage des BMVIT)


Das Infrastrukturministerium (bmvit) fördert den Schienengüterverkehr in Österreich jährlich mit 100 Millionen Euro. Das derzeit laufende Förderprogramm muss 2018 erneuert werden. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Hafen Wien hat Infrastrukturminister Gerald Klug am 11.05.2016, gemeinsam mit Wolfgang Niessner, Vorstandsvorsitzender der Gebrüder Weiss Holding AG, und Verkehrsexperte Walter Brenner, eine Studie präsentiert, die Möglichkeiten aufzeigt, den Wirkungsgrad der bmvit-Förderungen beim Einzelwagenverkehr zu erhöhen. „Wir haben bei der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn ambitionierte Ziele. Wir wollen den Schienenanteil bis 2030 von einem Drittel auf 40 Prozent steigern. Die Förderreform spielt dabei eine entscheidende Rolle. Mit den Änderungen beim Einzelwagenverkehr bringen wir im Jahr 100.000 LKW-Fahrten zusätzlich auf die Schiene" , betont Klug. 

 

Viele Unternehmen benötigen nicht die Frachtkapazität eines ganzen Güterzuges und verladen ihre Güter daher auf Einzelwagen, die an Knotenpunkten zu ganzen Zügen zusammengefasst und weitertransportiert werden. Dieser Einzelwagenverkehr macht den größten Teil des Schienengütertransports in Österreich aus. Aus der Studie, die diesen Schwerpunkt aufgreift, geht hervor, dass der Gütertransport im Hauptnetz, also zwischen solchen Knotenpunkten, schon jetzt vielfach günstiger ist als der Transport auf der Straße. Die höchsten Kosten für Unternehmen fallen für den Weg zum ersten Knotenpunkt und danach, für den Weg vom letzten Knotenpunkt zum Ziel an. „Wir wollen, dass unsere Förderungen optimal wirken und bestmöglich auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt sind. Deshalb werden wir zukünftig verstärkt die Teilstrecken vom Unternehmen zu den Knotenpunkten fördern", so Klug.

 

 

Den vollständigen Original-Pressetext zur Pressekonferenz vom 11.05.2016 sowie die im Text erwähnte Studie finden Sie unter "Dokumente" am Ende dieses Beitrags zum Download. 

 

Ansprechpartner im Verband der Bahnindustrie: Ing. R. Chodász, Tel.: 01/588 39-35

E-Mail: chodasz[at]bahnindustrie[dot]at

 

 

05.2016/RCh